Der Bub kommt heim
Heidelberg, Regierungsbezirk Karlsruhe, Deutschland
Große Aufregung bei Ute (51) und Gerhard (55) Kleinschmidt: Sohn
Ferdinand (21) kommt nach seinem Auszug in die Studienstadt zum
ersten Mal wieder zu Besuch – und bringt dann auch gleich seine erste
Freundin Sylvia (24) mit! So groß ist dann auch der Schreck, als die
Haustür nach dem Klingeln geöffnet wird und die beiden Eltern der
schönen jungen Dame im schicken Dress direkt in die Augen blicken –
Ferdinand aber neben ihr mit einem Hundehalsband und engem Leder-
Top am Boden kniet.
Es beginnt ein komödiantisches Kammerspiel, indem die beiden
kleinkarierten Eltern volle Kanne mit den Entscheidungen konfrontiert
werden, die der introvertierte Sohn im selbstständigen Leben getroffen hat.
In Rückblenden wird nach und nach aufgelöst, wie es dazu kam, und wieso
vielleicht nicht alles so ist, wie es erst scheint…
Mehr Untier (AT)
Thüringen, Deutschland
UNTIER ist ein dystopischer Antikriegs-Kurzfilm, der keine Schlachten zeigen will, sondern das, was danach bleibt.
Der Krieg ist nach Europa zurückgekehrt, und für unsere Generation fühlt er sich an wie ein Gespenst aus dunkelster Vergangenheit. Die lange Friedensperiode war ein Privileg — eines, das wir als selbstverständlich genommen haben und das uns nun, spürbar und beunruhigend schnell, zu entgleiten droht. Als junge Filmemacher konnten wir eine Frage irgendwann nicht mehr ignorieren: Was passiert mit uns, wenn Krieg wieder zur Normalität wird? UNTIER erforscht, was passiert, wenn Krieg in die kleinstmögliche Einheit der Gesellschaft einzieht - in die Familie.
Ein alter Bauer lebt in einem kriegsversehrten Land. Seinen Sohn schickte er vor Jahren voller Stolz in den Krieg, seitdem fehlt jedes Lebenszeichen. Als er auf einem Schlachtfeld voller Toter mithilfe seines Hundes einen einzigen Überlebenden findet — einen jungen, völlig entstellten Soldaten — nimmt er ihn mit nach Hause. Der junge Mann behauptet, sich an nichts erinnern zu können. Doch je länger die beiden zusammen sind, desto stärker beschleicht den Bauern der Gedanke, der Entstellte könnte sein Sohn sein. Er beherbergt ihn, obwohl auf die Aufnahme von Fahnenflüchtigen die Todesstrafe steht.
Was folgt, ist ein Kammerspiel über Trauma, Einsamkeit und die menschliche Fähigkeit, sich selbst zu belügen, um weiterleben zu können. Keine heroischen Figuren im traditionellen Sinne, sondern zwei zutiefst verletzliche Menschen, die darum kämpfen, ihre Menschlichkeit in einer Welt zu bewahren, die darauf aus zu sein scheint, sie zu zerstören.
Das Projekt entstand in der War on Screen Fabrique, dem internationalen Residenzprogramm des gleichnamigen französischen Filmfestivals, und gewann einen ausgeschriebene Produktionszuschlag. Er ist eine studentische Ausbildungsproduktion der Filmuniveristät Babelsberg KONRAD WOLF mit der Syrreal Cats GmbH.
Von Anfang an war es uns wichtig, UNTIER als echte Kollaboration zu realisieren: Das Team vereint Filmschaffende der Filmuniversität Babelsberg mit Studierenden der TU Ilmenau und der Bauhaus-Universität Weimar sowie in Thüringen ansässigen Filmschaffenden, Head-of-Positionen sollen bewusst regional besetzt werden, jedes Gewerk durchmischt. Gedreht wird im Thüringer Wald, der nicht nur atmosphärische Kulisse ist, sondern inhaltlich zwingend zur Geschichte gehört.
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