Lost and Found (AT)
Dortmund, Regierungsbezirk Arnsberg, Deutschland
In einer Welt, die zwischen Traum und Realität verschwimmt, begibt sich die von Gedächtnislücken geplagte Gemma auf eine Reise durch ihr Unterbewusstsein. Doch dort scheinen sie viele besser zu kennen, als sie sich selbst: So auch der selbsternannte Verwalter und Fremdenführer durch ihr Gehirn, der exzentrische Bowie. Einer nostalgischen und doch fremden Melodie folgend erkundet sie eine Welt voller fragmentierter Erinnerungen und trügerischer Szenen; und muss feststellen, dass nichts so ist, wie es scheint. In einem verzweifelten Versuch, zu verstehen, was sie vergessen hat, konfrontiert Gemma nicht nur ihre eigene Vergangenheit – sondern auch die Frage, was von uns bleibt, wenn Erinnerungen brüchig werden.
Regiekommentar:
„Dieser Film ist eine Reise nach innen – ein surrealer Trip durch die brüchige Architektur eines Gedächtnisses, das sich selbst nicht mehr ganz traut. Mich interessiert die Frage, wie wir Identität konstruieren, wenn das Fundament – unsere Erinnerungen – ins Wanken gerät.
Stilistisch bewegt sich der Film zwischen traumartigen Bildwelten und scharfem Realismus, zwischen absurdem Humor und melancholischer Schwere. Der exzentrische Bowie dient dabei als unzuverlässiger Reiseführer durch Gemmas inneres Labyrinth – mal Mentor, mal Trickster, immer ein Spiegelbild ihrer selbst.
In der Umsetzung möchte ich eine Welt erschaffen, in der Zeit sich auflöst, Räume verschmelzen und vertraute Orte plötzlich bedrohlich wirken. Jede Szene ist wie ein Erinnerungssplitter: bruchstückhaft, oft trügerisch, manchmal schön – aber nie ganz wahr.
Es geht um das Ringen um Selbstverstehen. Und um die Angst davor, dass wir uns selbst verlieren könnten, wenn wir vergessen, wer wir waren. Oder vielleicht um die Hoffnung, dass genau darin auch ein Neuanfang liegt.“
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