SCHLUND
Wien, Österreich
Der Schlund ist ein experimentelles Kurzfilmprojekt, das teils digital - teils analog gedreht wird. Der Tauffeier gerade eben entkommen, trifft eine Neunjährige gemeinsam mit ihrem guten Freund, dem Lehrling, auf eine Holzhäckselmaschine. Umgeben von einem kräfteraubenden Sägewerk verweilt ebenfalls ein Schwein, das den gewaltigen Maschinen müde und dem zerstörerischen Treiben der beiden nervös gegenübersteht.
Die erzählerische Handlung findet ihren Höhepunkt in einem experimentell verdichteten Teil. Ähnlich wie Hackschnitzel wird analoges Filmmaterial physisch zerschnitten, um dann wieder zu einer neuen Bildkomposition zusammengefügt zu werden. So soll eine emotionale Primärerfahrung im Kino erzeugt werden, welche die (vielleicht heimliche) Begeisterung an kindlicher Zerstörungskraft im Publikum freisetzt.
Mehr Kugellager
Salzburg, Österreich
Anne ist Ende dreißig und wieder bei ihrer Mutter
eingezogen, um diese nach einer Operation gesund
zu pfl egen.
Die Monotonie ihres Alltags wird nur durch
das Knacken eines fertig zusammengebauten
Kugelschreiber durchbrochen und durch das
permanente Klingeln des Telefons. Sie haben die
falsche Nummer gewählt, erklärt Anne wieder und
wieder.
Die Mutter hat sich mittlerweile vor dem Fernseher
eingerichtet und macht keinerlei Anstalten gegen
ihren körperlichen Zustand anzukämpfen. Und so
brechen zwischen den beiden unterschiedlichen
Frauen alte Konfl ikte und Machtkämpfe hervor,
die kleine Dreizimmer Wohnung wird zu einem
Druckkessel der irgendwann platzt.
Inmitten all der Ausweglosigkeit und Tristesse,
plötzlich wieder ein Anruf.
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