Lost and Found (AT)
Dortmund, Regierungsbezirk Arnsberg, Deutschland
In einer Welt, die zwischen Traum und Realität verschwimmt, begibt sich die von Gedächtnislücken geplagte Gemma auf eine Reise durch ihr Unterbewusstsein. Doch dort scheinen sie viele besser zu kennen, als sie sich selbst: So auch der selbsternannte Verwalter und Fremdenführer durch ihr Gehirn, der exzentrische Bowie. Einer nostalgischen und doch fremden Melodie folgend erkundet sie eine Welt voller fragmentierter Erinnerungen und trügerischer Szenen; und muss feststellen, dass nichts so ist, wie es scheint. In einem verzweifelten Versuch, zu verstehen, was sie vergessen hat, konfrontiert Gemma nicht nur ihre eigene Vergangenheit – sondern auch die Frage, was von uns bleibt, wenn Erinnerungen brüchig werden.
Regiekommentar:
„Dieser Film ist eine Reise nach innen – ein surrealer Trip durch die brüchige Architektur eines Gedächtnisses, das sich selbst nicht mehr ganz traut. Mich interessiert die Frage, wie wir Identität konstruieren, wenn das Fundament – unsere Erinnerungen – ins Wanken gerät.
Stilistisch bewegt sich der Film zwischen traumartigen Bildwelten und scharfem Realismus, zwischen absurdem Humor und melancholischer Schwere. Der exzentrische Bowie dient dabei als unzuverlässiger Reiseführer durch Gemmas inneres Labyrinth – mal Mentor, mal Trickster, immer ein Spiegelbild ihrer selbst.
In der Umsetzung möchte ich eine Welt erschaffen, in der Zeit sich auflöst, Räume verschmelzen und vertraute Orte plötzlich bedrohlich wirken. Jede Szene ist wie ein Erinnerungssplitter: bruchstückhaft, oft trügerisch, manchmal schön – aber nie ganz wahr.
Es geht um das Ringen um Selbstverstehen. Und um die Angst davor, dass wir uns selbst verlieren könnten, wenn wir vergessen, wer wir waren. Oder vielleicht um die Hoffnung, dass genau darin auch ein Neuanfang liegt.“
Mehr Gemeinsam getrennt (AT)
Georgien
Zwischen Hoffnung und Angst – Georgiens Kampf um Identität durch die Stimmen
seiner Menschen.
Mehr a botched shave
Booster Candidate
Dortmund, North Rhine-Westphalia, Germany
Jeden Tag erreichen uns Nachrichten aus Kriegsgebieten in Form von Zahlen: Opferzahlen, Statistiken, anonymisierte Angaben. Doch Zahlen bleiben abstrakt – sie schaffen Distanz zu den Menschen dahinter.
„A Botched Shave“ interessiert sich nicht für die sichtbare Brutalität des Krieges, sondern für seine unterschwellige Präsenz im Alltag. Der Film stellt die Frage: Was passiert mit einem Leben, wenn der Ausnahmezustand zur Normalität wird?
In vier parallel erzählten Geschichten begegnen wir scheinbar gewöhnlichen Momenten: Menschen, die über ihre Zukunft sprechen, Tee trinken, spielen oder sich auf einen Abend vorbereiten. Fragmente eines Alltags, die vertraut wirken könnten – unabhängig vom Kontext.
Der Krieg bleibt dabei unsichtbar. Er existiert nur am Rand: als leiser Nachrichtenbericht, als entferntes Geräusch, als konstante, aber kaum noch wahrgenommene Realität.
Gerade durch diese Reduktion entsteht etwas Beunruhigendes: Der Krieg ist nicht komplett abwesend, sondern so sehr Teil des Lebens geworden, dass er nicht mehr aktiv gespürt wird.
Bis, ohne Vorwarnung, alles abbricht.
„A Botched Shave“ ist kein Film über den Krieg selbst, sondern über die fragile Kontinuität des Lebens in seinem Schatten – und darüber, wie leicht eine menschliche Geschichte verschwinden und zu einer bloßen Zahl werden kann.
Mehr Zuhause ist da, wo der Atem Wolken bildet
Booster Candidate
Dortmund, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Die ehrgeizige Yule steckt in einem inneren Kampf fest, während der Druck ihres Trainers und ihre eigenen Erwartungen sie überwältigen. Nur wenn sie lernt, die friedliche Halle als ihr wahres Zuhause gegen den Lärm in ihrem Kopf zu verteidigen, kann sie den entscheidenden Sprung schaffen.
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