Ein abgelegener Tankstellenshop irgendwo in Österreich. Senem, Anfang zwanzig, kommt aus der Türkei und arbeitet dort neben ihrem Studium. Gegen Ende ihrer Schicht telefoniert sie mit ihrer Familie. Das Gespräch ist warm, witzig, alltäglich – bis ihr Vater erwähnt, dass er demnächst ins Krankenhaus muss. Das Thema kippt, und plötzlich wird das Gefühl der Ferne spürbar. Das Nicht-dazugehören.
Zwischen Schichten, Zigaretten und zufälliger Musik verschieben sich die Grenzen zwischen Melancholie und Leichtigkeit. Ein Moment, in dem Trauer und Absurdität denselben Raum teilen und aus dem Schweigen kurz etwas entsteht, das an Leben erinnert.